Anhörung der BNetzA zum Routerzwang

Bis zum 06. November hat man noch die Gelegenheit, sich bei einer Anhörung der Bundesnetzagentur (BNetzA) zum Thema Routerzwang zu äußern. Dabei sollen sowohl Provider, Routerhersteller als auch die Öffentlichkeit gehört werden. Grundlage der Stellungnahmen bietet ein PDF, welches von der BNetzA bereit gestellt wurde: Mitteilung 398 / 2013.

Eine Entscheidung über den Punkt des Netzabschluss ist sowohl für Endkunden als auch für Routerhersteller wie AVM sehr wichtig. Aus Endkunden-Sicht ergeben sich Haftungsfragen (wer Haftet, wenn ein vom Provider vorgegebener Router aufgrund nicht behobener Sicherheitslücken gehackt wird?), aus Sicht von AVM und anderen Routerherstellern besteht die Gefahr eines Monopols, wenn ein Hersteller von Providern bevorzugt wird (und das müssen nicht die tendenziell teureren Modelle von AVM sein). Außerdem gibt es jetzt schon Fälle, in denen Provider die ausgelieferten Geräte in ihrem Funktionsumfang beschneiden bzw. Updates mit neuen Funktionen nur verzögert oder gar nicht zum Kunden bringen.

Ebenfalls problematisch: durch die vom Provider vorgegebene Konfiguration hätte dieser womöglich auch Zugriff auf das Heimnetzwerk des Kunden – das befürchtet jedenfalls die Free Sofware Foundation Europe laut Golem.de.

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