Gesetzesentwurf soll noch im Dezember vorliegen

Das Bundeswirtschaftsministerium will noch im Dezember einen Gesetzesentwurf gegen Routerzwang vorlegen. Nach einer Übergangszeit soll der Routerzwang dann im nächsten Jahr Geschichte sein.

Wesentlich ist die Definition des „Netzabschlusspunktes“, also des Punktes, an dem die Herrschaft des Providers endet. Entsprechend des Gesetzesentwurf „ist der Zugang zum öffentlichen Telekommunikationsnetz als passiver Netzabschlusspunkt auszugestalten“. Der Netzabschlusspunkt darf also „nicht auf eine von den Netzbetreibern beliebig zu definierende Schnittstelle in einem zusätzlichen Gerät verlagert werden.“

Diese Regeln sollen auch für Kabelnetzbetreiber gelten – deshalb auch die Übergangszeiten, denn bisher ist es im Kabelnetz sehr unüblich, dass man den Router selbst wählen kann. Für Routerhersteller ergeben sich durch den Wegfall des Routerzwangs neue Möglichkeiten, Märkte zu erschließen. Vielleicht gibt es bald ein ähnliches System wie bei Handys: mit subventionierten Geräten können Kunden gebunden werden, wer darauf verzichtet bekommt den Anschluss günstiger.

Erst einmal muss aber der Gesetzesentwurf vorliegen und dann noch verabschiedet werden – gerade die Provider sind nicht unbedingt davon begeistert, den Kunden die freie Wahl zu lassen.

Update 20.12.2014
Bisher gibt es keine Neuigkeiten – wenn es 2014 noch einen Entwurf eines Gesetzes geben soll, bleiben nur noch zwei Wochen.

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