Internet-Grundversorgung: 10 Mbit/s müssen reichen

Der Bundesrat hat am gestrigen Freitag (10.06.2022) eine Verordnung beschlossen, mit der für Internet-Grundversorgung gesorgt werden soll – überall dort, wo aktuell weniger als 10 Mbit/s Download und 1,7 Mbit/s upload möglich sind.

Die Latenz soll dabei 150 Millisekunden nicht überschreiten – Satelliten-Internet ist damit in vielen Fällen ausgeschlossen, auch wenn damit die Bandbreite deutlich höher sein könnte. Sowohl der Verkehrsausschuss als auch der Verbraucherschutzausschuss hatten und die 30 Mbit/s Download und mehr als 5 Mbit/s Upload als sinnvoll angesehen, um halbwegs sinnvoll das Internet benutzen zu können.

Grundversorgung bedeutet übrigens nicht, dass es die (geringe) Bandbreite kostenlos geben wird: auch hier muss ein Anschluss gebucht werden. Dies betrifft wohl rund 300.000 Haushalte, deren Anschluss bisher nicht die geforderten Geschwindigkeiten erreicht. Inwieweit es sinnvoll ist, Anschlüsse jetzt „auf Kante“ zu gestalten anstatt direkt eine zeitgemäße Lösung für diese Haushalte zu finden bleibt offen.

Quellen:

https://www.golem.de/news/internet-grundversorgung-bundesrat-verabschiedet-schlechtmoeglichste-variante-2206-166041.html

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/telekommunikation-internet-grundversorgung-lahme-10-mbit-s-muessen-reichen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220610-99-617430

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