Lufthansa: Gratis-Test des Telekom-Onboard-Internets

Während bei Airlines wie Norwegian WLAN während des Fluges schon Standard ist, gibt es bei der Lufthansa nun eine Testphase.

Die Lufthansa arbeitet beim Internet auf europäischen Flugstrecken mit der Telekom zusammen, Fluggäste werden können über das bekannte HotSpot-Portal der Telekom verschiedene Pakete buchen. Während des aktuell laufenden Testbetriebs können Telekom-Kunden mit einem Vertrag, der Hot-Spot-Nutzung einschließt, den Service kostenlos nutzen.

Drei unterschiedliche Pakete werden angeboten: FlyNet Message für 3 Euro, FlyNet Surf für 7 Euro und FlyNet Stream für 12 Euro. Der Service soll nach der Testphase sowohl bei der Lufthansa selbst als auch bei Maschinen von Austrian Airlines und Eurowings eingeführt werden.

Technisch basiert das System auf speziellen LTE-Bodenstationen sowie einer Satelliten-Verbindung. Wenn die Maschinen Flughöhen erreicht haben, in denen die Signale der Bodenstationen nicht mehr ausreichen, wird die Verbindung über Inmarsat abgewickelt. Insgesamt soll so eine Bandbreite von 75 MBit/s zur Verfügung stehen – pro Flugzeug.

Für den einzelnen Fluggast steht damit natürlich deutlich weniger Bandbreite zur Verfügung. Ob die Bandbreite reicht oder ob die Internetnutzung für den einzelnen Nutzer zu langsam wird, wird sich dann in der Praxis zeigen. Sobald ich die Gelegenheit habe den Service zu testen, werde ich diesen Blogpost aktualisieren.

BGH-Urteil: Standard-WLAN-Passwort führt nicht zu Störerhaftung

Wenn man das vom Hersteller voreingestellte WPA2-Passwort nicht ändert und dann das WLAN gehackt wird, kann man nicht über die Störerhaftung zur Rechenschaft gezogen werden.

Als Betreiber eines WLANs darf man nach dem aktuellen Urteil des BGH nicht in Haftung genommen werden, wenn der Router mit den vom Hersteller ausgelieferten Settings unsicher ist und gehackt werden kann. Dies betrifft zum Beispiel Fälle, in denen das voreingestellte Passwort zwar einmalig war, aber über die MAC-Adresse berechnet werden konnte.

Um von der Störerhaftung ausgenommen zu sein recht es laut BGH-Urteil, zu prüfen „ob der eingesetzte Router über die im Zeitpunkt seines Kaufs für den privaten Bereich marktüblichen Sicherungen, also einen aktuellen Verschlüsselungsstandard sowie ein individuelles, ausreichend langes und sicheres Passwort, verfügt“.

Die Prüfungspflicht für die WLAN-Sicherheit wird nicht verletzt, wenn man das voreingestellte Passwort nicht ändert. Voraussetzung: das Passwort muss individuell sein und nicht für jedes Gerät identisch. Und der Verschlüsselungsstandard muss dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, wer also noch WEP einstellt hat ist davon nicht gedeckt.

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