Kabel Deutschland weitet P2P-Drossel aus

Kabel Deutschland weitet die P2P-Drosselung auf Altverträge aus: ab 10 GB Peer-to-Peer Traffic pro Tag wird die Bandbreite auf 100 Kbit/s gedrosselt.

Diese Neuerung wurde Ende Oktober per AGB-Änderung auch für Alt-Kunden umgesetzt. Neukunden bekommen seit 2012 bereits schon die neuen Bedingungen, die die Nutzung von P2P-Diensten (zum Beispiel Bittorrent Sync) deutlich schwieriger machen. 10 Gigabyte pro Tag sind nicht sonderlich viel Datenvolumen, wenn man bedenkt das immer mehr Dienste entsprechende Verteilungs-Mechanismen nutzen.

Kabel Deutschland begründet die Maßnahme damit, dass die Service-Qualität nur so sichergestellt werden kann. Kritiker merken zu recht an, dass so die Netzneutralität untergraben wird, in dem im Falle einer Drosselung nur bestimmte Dienste betroffen sind und der Internet-Zugang nicht mehr vollwertig zu nutzen ist.

Umgehen lässt sich die Kabel Deutschland Drosselung aktuell noch durch die Verwendung eines VPN-Dienstes wie PureVPN, auch wenn dies ebenfalls gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstößt wenn man diese wortwörtlich auslegt.

Abzuwarten bleibt, ob sich die Kunden weiterhin von den „großen Zahlen“ wie 100 Mbit/s blenden lassen oder ob in Zukunft mehr auf die AGB geachtet wird – die Telekom ist mit den Drossel-Plänen bereits gescheitert, Kabel Deutschland scheint bisher mehr Erfolg zu haben. Wahrscheinlich liegt dies daran, dass Kabel Deutschland Kunden weniger Alternativen haben.

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