Routerzwang noch nicht vom Tisch

Eigentlich sollte im Herbst 2014 eine neue Transparenzverordnung dafür sorgen, dass Zwangsrouter abgeschafft werden. Dies steht jetzt anscheinend wieder auf der Kippe.

Wie Golem.de berichtet, hat die Bundesnetzagentur in der aktuellen Fassung der Transparenzverordnung die entsprechende Passage geändert, sodass nun Provider darauf hinweisen müssen, dass „das integrierte Zugangsgerät vom Kunden nicht ausgetauscht werden darf„. Bisher hieß es im Entwurf für die Transparenzverordnung, ein „Hinweis auf Austauschbarkeit des Netzabschlussgeräts mit frei am Markt verkäuflichen Geräten“ müsse von den Providern gegeben werden.

Telekom will bis 2018 auf All-IP umstellen

Die Telekom würde lieber früher als später alle Anschlüsse auf VoIP umstellen. Aktuell soll die All-IP-Umstellung bis 2018 umgesetzt sein.

Es bleibt zu hoffen, das es bis 2018 deutlich mehr Auswahl an VoIP-fähigen Routern gibt: aktuell sind es vor allem Modelle von AVM (7390, 7490) und die Speedport-Router der Telekom. Von Vodafone und Telefónica gibt es ebenfalls entsprechende Geräte, wirklich „freie“ Geräte sind aber nur die Fritz!Boxen.

Ins Gespräch gekommen ist die All-IP-Umstellung, da die Telekom für einige Kunden die Meldung verschickt hat, dass sie nur die Wahl zwischen Umstellung auf einen VoIP-Anschluss oder Kündigung ihres Anschlusses hätten. Aus Sicht der Telekom ist eine schnellstmöglich Umstellung des gesamten Netzes auf VoIP von Vorteil, da sich ein solches Netz deutlich günstiger betreiben lässt als ein klassisches Telefon-Netz.

Was fehlt für die Vermeidung von indirektem Routerzwang für All-IP-Anschlüsse ist die besagte Auswahl an passenden Geräte. Ist diese nicht gegeben, hat man selbst bei verfügbaren Zugangsdaten kaum eine andere Wahl als das Gerät des Anbieters zu nutzen.

Telekom startet Vectoring

Wie Golem.de berichtet, startet die Telekom für 200.000 Haushalte Vectoring. Damit sind Internet-Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s download und 40 Mbit/s upload möglich.

Bisher ist Vectoring von der Telekom in 20 Gemeinden verfügbar: Hilden, Erkelenz, Wegberg, Wegberg-Röttgen, Gronau-Westfalen, Gronau-Epe, Hennigsdorf, Velten, Zittau, Prenzlau, Gifhorn, Löhne, Hofheim-Wallau, Zweibrücken, Neuhof-Hauswurz, Beilstein, Albstadt-Ebingen, Offenburg, Starnberg und Kalbach. Größere Städte sind leider noch nicht dabei – gerade der Upload von 40 Mbit/s ist für viele Anwendungen wie Offsite-Backups hilfreich.

Die Telekom verlangt für VDSL-Anschlüsse mit Vectoring für Bestandskunden 5,- Euro Aufpreis, Neukunden zahlen 34,95 Euro in den ersten sechs Monaten, danach 44,95 Euro. Bei der Wahl des Routers sollten die gleichen Möglichkeiten gelten wie bisher: jedes Gerät wird unterstützt, die Telekom gibt die Zugangsdaten raus.

Routerzwang soll im Herbst 2014 enden

Wie Golem.de berichtet, soll der Routerzwang durch eine Transparenzverordnung der Bundesnetzagentur im Herbst 2014 wegfallen. Eine gute Nachricht für alle DSL-Kunden?

Der Entwurf der Transparenzverordnung ist bereits im Februar 2014 veröffentlicht worden. Provider sollen demnach in Zukunft dazu verpflichtet werden, Username und Passwort für den DSL-Zugang den Kunden bereit zu stellen, damit man selbst einen passenden Router auswählen kann. Leider sieht der Entwurf zwar vor, dass die Provider die Daten bereitstellen müssen, aber nur auf Anfrage durch den Kunden – das macht den Ablauf unnötig kompliziert.

Obwohl die Neuerung, die im Sinne der Kunden ist, vor der Tür steht, machen die Provider derzeit noch weiter wie bisher: Téléfonica zum Beispiel liefert nur Leihrouter mit einem Start-PIN aus, wodurch dann eine automatische Konfiguration gestartet wird. Freie Geräte werden nicht an den o2-Anschlüssen unterstützt, da laut Anbieter nicht gewährleistet sein kann, dass alle Funktionen genutzt werden können. Anscheinend nimmt es nicht jeder Provider mit den Standards so genau – sonst dürfte es keine Probleme mit freien Geräten geben.

Telekom setzt Drosselung aus – bis 2015

Wie Golem.de mit Bezug auf den Telekom-Blog berichtet, setzt der Konzern ein Urteil um und verzichtet zumindest bis 2015 in allen Verträgen auf eine Drosselung. Erst dann soll es eine neue Tarifstruktur geben.

Die dann neuen Tarife sollen zwischen echten Flatrates (ohne Drosselung) und Volumen-Tarifen mit Volumenbeschränkung unterscheiden. Wie das im Detail ausgestaltet wird ist noch offen – aber für aktuelle Kunden gilt: Klauseln, die eine Drosselung beinhalten, werden widerrufen, ein entsprechendes Schreiben sollen alle Kunden bekommen. Die Telekom dazu:

„Für alle Kunden, die bereits Festnetzverträge mit einer Volumeneinschränkung gebucht haben, gilt: Sie können das Internet auch weiterhin ohne Beschränkung nutzen. Die entsprechende Volumen-Klausel in den Tarifen wird nicht angewendet. Die Kunden müssen dafür nicht aktiv werden. Ab 5. Dezember 2013 ist diese Klausel dann aus allen Festnetztarifen ersatzlos gestrichen. Das werden wir den Kunden auch schriftlich geben.“

Interessant bleibt jetzt, wie o2 auf die Ankündigung der Telekom reagiert – o2 hatte ebenfalls eine Drosselung bei DSL-Anschlüssen angekündigt, allerdings mit einem etwas anderen System als der Bonner Konzern.

Telekom will 2014 bis zu 100 Mbit/s download anbieten

Wie Golem.de berichtet will die Telekom im kommenden Jahr mittels Vectoring VDSL mit 100 Mbit/s downstream und 40 Mbit/s upstream erreichen.

Derzeit sind zehn Ortsnetze neu erschlossen worden (Albstadt-Ebingen, Bad Nenndorf, Hennigsdorf, Hosenfeld, Kalbach, Kevelaer, Löhne, Lübbecke, Neuhof-Hauswurz und Prenzlau), allerdings liefern die Anschlüsse trotz neuer Netztechnik nur 50 Mbit/s. Erst ab dem zweiten Halbjahr 2014 soll der mögliche Downstream von 100 Mbit/s vermarktet werden – es ist davon auszugehen, dass die Telekom hier auch etwas höhere Preise verlangen wird.

Nachteilig ist nur, dass die Telekom auch die neuen Anschlüsse mit ziemlicher Sicherheit drosseln wird. Ob spezielle Router vorgeschrieben werden und es somit zu einem Routerzwang kommt ist noch offen. Fritzboxen wie die 7390 oder 7490 sind durchaus in der Lage, Vectoring zu nutzen und die Telekom hat bisher die Zugangsdaten ohne weiteres herausgegeben bzw. mitgeschickt.

Congstar VDSL auch ohne Router bestellbar

Congstar ist zwar eine Telekom-Tochter, macht doch aber einiges anders. Der 50-Mbit/s-VDSL-Zugang zum Beispiel ist auch ohne weiteres komplett ohne Router zu bestellen (falls man bereits ein passendes Gerät zu hause hat), außerdem bietet Congstar in einem eigenen Foren-Thread die nötigen Einstellungen, um den Anschluss auch nutzen zu können.

Als Router kommen dann die Fritzbox 7490 (rund 289,- Euro bei Amazon.de) oder die Fritzbox 7390 (rund 195,- Euro bei Amazon) in Frage – oder jeder andere Router, der die gewählte Anschlussart unterstützt. Hier lassen sich durchaus auch Schnäppchen bei Ebay machen, durch die bekannten Zugangsdaten sollte es kein Problem sein, einen fremden Router entsprechend zu konfigurieren.

Preislich lohnt es sich jedoch nur, wenn man bereits einen Router zur Verfügung hat – Congstar verlangt für eine Fritzbox 7390 einmalig 99,99- Euro, was rund die Hälfte der Eigenanschaffung ist. Trotzdem beruhigend, dass es (derzeit) möglich ist, jeden beliebigen Router mit einem Congstar-Anschluss zu nutzen.

Problematisch ist nur: auch Congstar will wie die Mutter Telekom ebenfalls die DSL-Verträge drosseln, entsprechende Klauseln zur Drosselung sollen ab 2014 in den Verträgen enthalten sein, ab 2016 soll die Drosselung dann tatsächlich greifen.

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