Nur zertifizierte Kabelmodems nach Ende des Routerzwangs?

Am 01. August soll der Routerzwang fallen – auch für Kabelkunden. Die Kabelnetzbetreiber haben sich dagegen recht intensiv gewehrt und scheinen jetzt eine Hintertür nutzen zu wollen.

So soll es laut des Branchenverbandes Anga eine Zertifizierung der Unterstützten Geräte geben – gerade kleinere asiatische Hersteller sehen darin das Problem, dass nur Produkte mit der entsprechende Zertifizierung der deutschen Kabelnetzbetreiber angeboten werden könnten – auch wenn sie die technischen Voraussetzungen wie die Erfüllung der DOCSIS-Spezifikationen gegeben sind. Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auf golem.de bzw. heise.de.

Ab dem 01. August müssen die Kabelnetzbetreiber ihren Kunden die Zugangsdaten „in Textform, unaufgefordert und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu stellen“ – bisher machen diese jedoch keinerlei Anstalten, dieser Pflicht nachzukommen und scheinen eher dafür sorgen zu wollen, dass die Markteintrittshürden für Routerhersteller möglichst hoch sind. Neue Routermodelle würden so effektiv verzögert.

Erst nach einigen Monaten ohne Routerzwang wird man sicher sagen können, ob die Kabel-Internet-Kunden wirklich vollumfänglich von der neuen Gesetzeslage profitieren oder ob die Kabelnetzanbieter einen Weg finden, die freie Gerätewahl doch zu torpedieren.

Kabel Deutschland weitet P2P-Drossel aus

Kabel Deutschland weitet die P2P-Drosselung auf Altverträge aus: ab 10 GB Peer-to-Peer Traffic pro Tag wird die Bandbreite auf 100 Kbit/s gedrosselt.

Diese Neuerung wurde Ende Oktober per AGB-Änderung auch für Alt-Kunden umgesetzt. Neukunden bekommen seit 2012 bereits schon die neuen Bedingungen, die die Nutzung von P2P-Diensten (zum Beispiel Bittorrent Sync) deutlich schwieriger machen. 10 Gigabyte pro Tag sind nicht sonderlich viel Datenvolumen, wenn man bedenkt das immer mehr Dienste entsprechende Verteilungs-Mechanismen nutzen.

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