Zwei neue Router-Exploits

Wie Golem.de berichtet, gibt es zwei neue Exploits für ungeschützte Router. Dies zeigt wieder einmal, warum es so wichtig ist, selbst einen Router wählen zu können.

Malware 1, getauft auf „Moose/Linux“ kann dazu benutzt werden, Social-Media-Logins abzugreifen und auch selbst automatisiert (Fake-)Konten in den Netzwerken anzulegen. Angegriffen werden Linux-basierte Router – was aber ein Gutteil der auf dem Markt befindlichen Geräte betrifft.

Malware 2 funktioniert über einen verschlüsselten Javascript-Code, den der Nutzer eingebettet auf einer Webseite auch unbemerkt aufrufen kann. Dieser Code versucht dann, den Router zu finden und dort die gängigen Sicherheitslücken auszunutzen. Klappt das, werden die DNS-Einstellungen geändert, sodass nicht die gewohnten Webseiten aufgerufen werden – der Nutzer kann sich so weitere Schadsoftware einfangen.

Routerzwang soll im Herbst 2014 enden

Wie Golem.de berichtet, soll der Routerzwang durch eine Transparenzverordnung der Bundesnetzagentur im Herbst 2014 wegfallen. Eine gute Nachricht für alle DSL-Kunden?

Der Entwurf der Transparenzverordnung ist bereits im Februar 2014 veröffentlicht worden. Provider sollen demnach in Zukunft dazu verpflichtet werden, Username und Passwort für den DSL-Zugang den Kunden bereit zu stellen, damit man selbst einen passenden Router auswählen kann. Leider sieht der Entwurf zwar vor, dass die Provider die Daten bereitstellen müssen, aber nur auf Anfrage durch den Kunden – das macht den Ablauf unnötig kompliziert.

Obwohl die Neuerung, die im Sinne der Kunden ist, vor der Tür steht, machen die Provider derzeit noch weiter wie bisher: Téléfonica zum Beispiel liefert nur Leihrouter mit einem Start-PIN aus, wodurch dann eine automatische Konfiguration gestartet wird. Freie Geräte werden nicht an den o2-Anschlüssen unterstützt, da laut Anbieter nicht gewährleistet sein kann, dass alle Funktionen genutzt werden können. Anscheinend nimmt es nicht jeder Provider mit den Standards so genau – sonst dürfte es keine Probleme mit freien Geräten geben.

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