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Telekom: Probleme mit 900.000 Routern

Die Telekom hat derzeit Probleme in ihrem Netz: gut 900.000 Router funktionieren nicht richtig, es wird ein Angriff vermutet. Betroffen sind verschiedene Speedport-Router.

Die Telekom nennt in einem Support-Beitrag folgende Modelle, für die ein Software-Update zur Verfügung steht:

Kunden mit einem entsprechenden Router müssen diesen für mindestens 30 Sekunden vom Stromnetz trennen. Wird er wieder angeschlossen, lädt das Gerät automatisch die aktualisierte Firmware. Alternativ kann die Firmware auch über die Links oben geladen werden.
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Fax via VoIP & VDSL: Cisco SPA112 an Fritz!Box 7490

Wer an einem VoIP-Anschluss ein Hardware-Fax betreiben will, muss dies entweder an der Fritz!Box direkt anschließen oder einen Adapter wie den Cisco SPA112 verwenden.

Das Betreiben eines analogen Fax-Gerätes ist für Kunden mit einem „All-IP“-Anschluss (oder wie der jeweilige Anbieter das Produkt auch nennt) nicht unbedingt einfach. An die Fritz!Box lassen sich zwar Analoge Geräte anschließen, manchmal ist der Platz für das Faxgerät (wenn es sich wie in meinem Fall um einen Multifunktionsdrucker handelt) jedoch deutlich von der Fritz!Box entfernt, in meinem Fall wäre es unmöglich oder zumindest sehr unschön ein entsprechendes Kabel quer durch die Wohnung zu legen. Die Lösung: ein Cisco SPA112-Adapter, der auf die Fritz!Box als SIP-Proxy zugreift.

Der Vorteil: das Fax-Gerät (in meinem Fall ein HP All-in-One OfficeJet 5610) kann im Arbeitszimmer stehen bleiben, die Fritz!Box in der Nähe des Telefonanschlusses. Für gelegentliches Faxen reicht auch die Variante über Roger Router, nur wenn man häufiger über den VoIP-Anschluss Faxe versenden will sollte man diese Alternative in betracht ziehen. Der Trick: dadurch, dass die Fritz!Box als Proxy fungiert, braucht man keine mühevolle und komplizierte Einstellung, um den SPA112 direkt als Gerät bei der Telekom einzubinden.
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Telekom All-IP: auch ohne DSL möglich

Wer noch auf analoges Telefon setzt, kann auf All-IP umgestellt werden, ohne davon etwas zu bemerken: die Telekom bringt entsprechende Technik dann in der Vermittlungsstelle unter.

Ein DSL-Anschluss in der eigenen Wohnung ist dann nicht nötig, auch die verwendeten Endgeräte könnten die selben bleiben. Eine Vertragsänderung fällt ebenso nicht an, da der Anschluss gleichwertig bliebe. Für die Telekom bietet eine solche Umstellung vor allem den Vorteil, dass im Hintergrund ein einheitliches Netz verwendet werden kann, was das Management deutlich vereinfacht. Bis 2018 soll das gesamte Telefon-Netz in Deutschland auf IP-Technologie aufsetzen – das Kündigen von alten DSL-Anschlüssen mit Analog/ISDN-Telefonie kostet die Telekom gut 10% der angeschriebenen Kunden.

Ob der Ansatz der Telekom tatsächlich funktionieren wird, wird sich zeigen – solange den Kunden dadurch kein Nachteil entsteht ist es unproblematisch.

Routerzwang soll „schnellstmöglich“ fallen – Gesetzesentwurf vorgelegt

Zwar nicht mehr im Dezember, aber doch recht dicht am Jahreswechsel, hat die Bundesregierung nun einen Gesetzesentwurf zur Abschaffung des Routerzwangs vorgelegt.

Mit dem Entwurf soll umgesetzt werden, was im Koalitionsvertrag vereinbart worden ist: die Abschaffung des sogenannten „Routerzwangs“, bei dem der Provider – egal ob DSL oder Kabelnetz – den Kunden abhält, ein eigenes Endgerät zu verwenden. Meist geschieht dies dadurch, dass die nötigen Informationen (Nutzerdaten, genaue Konfiguration etc.) nicht zur Verfügung gestellt werden.

Der Routerzwang soll durch eine Anpassung des Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) abgeschafft werden, konkret über eine genauere Festlegung der Netzzugangsschnittstelle. Im neuen Gesetzesentwurf wird zudem ein passiver Netzabschlusspunkt definiert: „Das öffentliche Telekommunikationsnetz endet am passiven Netzabschlusspunkt“. Das bringt vor allem Kabelnetzbetreiber unter Zugzwang, die bisher das Kabelmodem als Netzabschlusspunkt festgelegt haben und nun auch nach anderen technischen Lösungen suchen müssen, um den Nutzer zu authentifizieren – die MAC-Adresse des Modems fällt dafür aus, sollte der Gesetzesentwurf so umgesetzt werden.
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Telekom will bis 2018 auf All-IP umstellen

Die Telekom würde lieber früher als später alle Anschlüsse auf VoIP umstellen. Aktuell soll die All-IP-Umstellung bis 2018 umgesetzt sein.

Es bleibt zu hoffen, das es bis 2018 deutlich mehr Auswahl an VoIP-fähigen Routern gibt: aktuell sind es vor allem Modelle von AVM (7390, 7490) und die Speedport-Router der Telekom. Von Vodafone und Telefónica gibt es ebenfalls entsprechende Geräte, wirklich „freie“ Geräte sind aber nur die Fritz!Boxen.

Ins Gespräch gekommen ist die All-IP-Umstellung, da die Telekom für einige Kunden die Meldung verschickt hat, dass sie nur die Wahl zwischen Umstellung auf einen VoIP-Anschluss oder Kündigung ihres Anschlusses hätten. Aus Sicht der Telekom ist eine schnellstmöglich Umstellung des gesamten Netzes auf VoIP von Vorteil, da sich ein solches Netz deutlich günstiger betreiben lässt als ein klassisches Telefon-Netz.

Was fehlt für die Vermeidung von indirektem Routerzwang für All-IP-Anschlüsse ist die besagte Auswahl an passenden Geräte. Ist diese nicht gegeben, hat man selbst bei verfügbaren Zugangsdaten kaum eine andere Wahl als das Gerät des Anbieters zu nutzen.

Telekom startet Vectoring

Wie Golem.de berichtet, startet die Telekom für 200.000 Haushalte Vectoring. Damit sind Internet-Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s download und 40 Mbit/s upload möglich.

Bisher ist Vectoring von der Telekom in 20 Gemeinden verfügbar: Hilden, Erkelenz, Wegberg, Wegberg-Röttgen, Gronau-Westfalen, Gronau-Epe, Hennigsdorf, Velten, Zittau, Prenzlau, Gifhorn, Löhne, Hofheim-Wallau, Zweibrücken, Neuhof-Hauswurz, Beilstein, Albstadt-Ebingen, Offenburg, Starnberg und Kalbach. Größere Städte sind leider noch nicht dabei – gerade der Upload von 40 Mbit/s ist für viele Anwendungen wie Offsite-Backups hilfreich.

Die Telekom verlangt für VDSL-Anschlüsse mit Vectoring für Bestandskunden 5,- Euro Aufpreis, Neukunden zahlen 34,95 Euro in den ersten sechs Monaten, danach 44,95 Euro. Bei der Wahl des Routers sollten die gleichen Möglichkeiten gelten wie bisher: jedes Gerät wird unterstützt, die Telekom gibt die Zugangsdaten raus.

Telekom will 2014 bis zu 100 Mbit/s download anbieten

Wie Golem.de berichtet will die Telekom im kommenden Jahr mittels Vectoring VDSL mit 100 Mbit/s downstream und 40 Mbit/s upstream erreichen.

Derzeit sind zehn Ortsnetze neu erschlossen worden (Albstadt-Ebingen, Bad Nenndorf, Hennigsdorf, Hosenfeld, Kalbach, Kevelaer, Löhne, Lübbecke, Neuhof-Hauswurz und Prenzlau), allerdings liefern die Anschlüsse trotz neuer Netztechnik nur 50 Mbit/s. Erst ab dem zweiten Halbjahr 2014 soll der mögliche Downstream von 100 Mbit/s vermarktet werden – es ist davon auszugehen, dass die Telekom hier auch etwas höhere Preise verlangen wird.

Nachteilig ist nur, dass die Telekom auch die neuen Anschlüsse mit ziemlicher Sicherheit drosseln wird. Ob spezielle Router vorgeschrieben werden und es somit zu einem Routerzwang kommt ist noch offen. Fritzboxen wie die 7390 oder 7490 sind durchaus in der Lage, Vectoring zu nutzen und die Telekom hat bisher die Zugangsdaten ohne weiteres herausgegeben bzw. mitgeschickt.