Router bald mit Intel-Chips

Intel, vor allem Bekannt für PC-Prozessoren, will mit seinen Produkten auch in Router. Entsprechende Modelle sollen unter anderem von AVM auf den Markt kommen.

Intels Referenzplattform für Router besteht aus dem AnyWAN GRX750, einem Atom-basierten SoC mit zwei CPU-Kernen à 2,5 GHz sowie einem WLAN-Chip (Xway WAV500). Dank der Rechenleistung des GRX750 sollen sowohl schnelle Ethernet-Verbindungen sowie angeschlossene Festplatten mit mehr als 100 Megabyte pro Sekunde versorgt werden.

Von AVM wurde auf der Computex die Fritz!Box 7580 mit GRX750 gezeigt, die in verschiedenen Varianten das aktuelle Top-Modell Fritz!Box 7490 beerben soll. Der Marktstart der neuen Fritzbox ist für das 2. Quartal 2016 avisiert, bisher ist von den neuen Geräten jedoch noch nichts im Handel zu entdecken. Die UVP seitens AVM liegt bei 289,- EURO und zielt damit vor allem auf Nutzer, denen viele WLAN-Geräte gleichzeitig wichtig sind.

Gerade mit dem Wegfall des Routerzwangs Anfang August sowie dem Provider-Privilegs für private Nutzer (Bundestag ermöglicht freie WLANs ohne Störerhaftung) wird der Markt für Router allgemein wieder spannender, sodass leistungsfähige Produkte wie jetzt von Intel vorgestellt wurden ihren Markt auch in Deutschland finden sollten.

Update 27.08.2016: AVM ohne Infos zur Fritz!Box 7580

Nachdem die Ende August erscheinende Fritz!Box 7580 bei einer Intel-Präsentation der neuen Chips gezeigt wurde, habe ich einmal bei AVM nachgefragt, ob das neue Modell nun tatsächlich mit einem GRX-SoC von Intel arbeitet. Leider wollte man dort keine Angaben zur verbauten Hardware machen – vielleicht wechsle ich einfach mal von meiner 7490 auf das neue Modell und werfe einen Blick hinein 🙂

Telekom startet Vectoring

Wie Golem.de berichtet, startet die Telekom für 200.000 Haushalte Vectoring. Damit sind Internet-Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s download und 40 Mbit/s upload möglich.

Bisher ist Vectoring von der Telekom in 20 Gemeinden verfügbar: Hilden, Erkelenz, Wegberg, Wegberg-Röttgen, Gronau-Westfalen, Gronau-Epe, Hennigsdorf, Velten, Zittau, Prenzlau, Gifhorn, Löhne, Hofheim-Wallau, Zweibrücken, Neuhof-Hauswurz, Beilstein, Albstadt-Ebingen, Offenburg, Starnberg und Kalbach. Größere Städte sind leider noch nicht dabei – gerade der Upload von 40 Mbit/s ist für viele Anwendungen wie Offsite-Backups hilfreich.

Die Telekom verlangt für VDSL-Anschlüsse mit Vectoring für Bestandskunden 5,- Euro Aufpreis, Neukunden zahlen 34,95 Euro in den ersten sechs Monaten, danach 44,95 Euro. Bei der Wahl des Routers sollten die gleichen Möglichkeiten gelten wie bisher: jedes Gerät wird unterstützt, die Telekom gibt die Zugangsdaten raus.

Telekom will 2014 bis zu 100 Mbit/s download anbieten

Wie Golem.de berichtet will die Telekom im kommenden Jahr mittels Vectoring VDSL mit 100 Mbit/s downstream und 40 Mbit/s upstream erreichen.

Derzeit sind zehn Ortsnetze neu erschlossen worden (Albstadt-Ebingen, Bad Nenndorf, Hennigsdorf, Hosenfeld, Kalbach, Kevelaer, Löhne, Lübbecke, Neuhof-Hauswurz und Prenzlau), allerdings liefern die Anschlüsse trotz neuer Netztechnik nur 50 Mbit/s. Erst ab dem zweiten Halbjahr 2014 soll der mögliche Downstream von 100 Mbit/s vermarktet werden – es ist davon auszugehen, dass die Telekom hier auch etwas höhere Preise verlangen wird.

Nachteilig ist nur, dass die Telekom auch die neuen Anschlüsse mit ziemlicher Sicherheit drosseln wird. Ob spezielle Router vorgeschrieben werden und es somit zu einem Routerzwang kommt ist noch offen. Fritzboxen wie die 7390 oder 7490 sind durchaus in der Lage, Vectoring zu nutzen und die Telekom hat bisher die Zugangsdaten ohne weiteres herausgegeben bzw. mitgeschickt.

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