Viel Widerstand gegen Zwangsrouter

Laut Golem.de besteht eine breite Front gegen Zwangsrouter: neben 19 Herstellern von Routern nimmt auch der Chaos Computer Club (CCC) in einer zehnseitigen Stellungnahme eine Position gegen Routerzwang ein. Der CCC sieht die Problematik, dass vom Provider vorgegebene Router bei einem Providerwechsel nicht mehr zu gebrauchen sind und bringt damit eine ökologische Komponente in die Diskussion: wenn ein Router weiter verwendet werden kann, entsteht weniger Abfall.

Die TK-Hersteller argumentieren, dass die TAE-Buchse als standardisierter Netzabschluss bewährt sei und eine Abschaffung dieses Standards nur zur einer Zersplitterung des DSL-Marktes führen würde.

Abgesehen von der Diskussion über den Netzabschluss für Telefon-Leitungen sind Zwangsrouter aber auch bei Kabelanbietern ein Problem. So lässt es sich Kabel Deutschland extra bezahlen, die eigentlich in der Hardware vorhandene WLAN-Funktion zu aktivieren – außerdem sind nur bestimmte Geräte von den jeweiligen Kabelnetzbetreibern zugelassen, sodass die Anschaffung eines womöglich besseren Modems/Endgerät nicht umzusetzen ist. Hier bleibt nur, das vorgegebene Gerät in den „Bridge“-Modus zu versetzen und selbst dahinter eine FritzBox oder anderen Router zu betreiben.

Viel Widerstand gegen Zwangsrouter
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2 thoughts on “Viel Widerstand gegen Zwangsrouter

  1. falls dieser “Bridge”-Modus überhaupt vorhanden ist, bei meinen Nachfragen wurde das fast immer verneint.
    mMn ist gerade der Aspekt „Router“ im Wort Zwangsrouter das Problem da damit zuverlässig verhindert wird dass das Gerät als reines Modem betrieben wird und man dahinter einen beliebigen anderen Router/Proxy/… betreiben kann

  2. Die bei Kabelbetreiber verwendete Docsis Technik erfordert ein „trusted device“ beim Kunden zur Identifizierung. Es gibt keine Identifizierung per Passwort für den Internet-Dienst. Hier wäre also bei Zulassung eines „open devices“ der Erschleichung von Leistungen Tür und Tor geöffnet. Freie Modemwahl bei den Kabelbetreibern käme einer Sozialisierung der Leistungen gleich, als Folge könnten se sofort die Firmentore in D schliessen und die Kabelnetze an den Sataat zurück geben. Ob das wohl so gut für den Wettbewerb DSL/Kabel/Mobil in D ist? Etwas anderes ist der sogenannte Bridge-Betrieb, bei dem ein beliebiger Router dem „trusted device“ nachgeschaltet werden kann, das gibt es aber schon heute.

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