Router-Alternativen für freie Anschlüsse

Wer nicht vom Routerzwang betroffen ist und die Wahlmöglichkeit hat, braucht natürlich die passenden Alternativen bei Routern. Hier eine Übersicht in verschiedenen Preisklassen.

Leider ist die Auswahl etwas eingeschränkt, wenn man Telefon-Funktionen benötigt. Dies ist immer der Fall, wenn man nur noch über einen VoIP-Anschluss hat und keinen echten Telefon-Anschluss. In dieser Situation benötigt man einen Router, welcher über Telefon-Funktion verfügt und im Idealfall mehrere Telefone verwalten kann.

Einstiegsmodelle:

Im Einstiegsbereich bis 50 EURO muss man auf einige Funktionen verzichten, so lässt sich meist kein Telefon anschließen. Dafür gibt es solide Leistung an ADSL-Anschlüssen. Ideal für alle, die noch über einen regulären Analog-Anschluss verfügen.

High-End-Modelle mit Telefon

Mit einem größeren Budget bekommt man auch bessere Router, zum Beispiel die beliebten Modelle von AVM und ASUS. Diese verfügen zum Teil auch über Telefon-Anschlüsse, sodass man keine zusätzlichen Stromverbraucher benötigt, um alle Kommunikations-Anforderungen abzudecken.

Aus dieser Auswahl sollte jeder, der auf der Suche nach einem neuen Router ist, fündig werden. Voraussetzung ist natürlich, dass die Zugangsdaten des Internet-Anschluss und die VoIP-Daten des jeweiligen Providers vorliegen, wie es zum Beispiel bei der Telekom der Fall ist.

o2/Alice-Router mit unsicherem WLAN

Wie Golem.de berichtet gibt es eine Sicherheitslücke bei den von o2 und Alice an Kunden ausgegebenen Routern, so soll es möglich sein den voreingestellten WLAN-Schlüssel zu knacken.

Darum hat o2 nun eine entsprechende Meldung veröffentlicht, nach der die Boxen 6431, 4421, 1421 betroffen sind und die Nutzer umgehend das WLAN-Kennwort ändern sollten.

Das Problem sind die ab Werk vergebenen und auf die Gehäuse gedruckten WLAN-Schlüssel. Sie sind in einem unsicherem Verfahren erstellt worden, was geknackt worden ist – damit können unbefugte Dritten auf das eigene Netzwerk zugreifen und auch ins Internet gehen. Gerade darin liegt das Problem: Urheberrechtsverletzungen und andere Straftaten, die Dritte unbefugt über einen Internet-Anschluss verüben, werden zunächst einmal dem Anschlussinhaber zur Last gelegt.

Also: wer einen Router von o2 oder Alice verwendet sollte umgehend prüfen, ob er ein sicheres WLAN-Passwort verwendet. Wer auf der Suche nach einem ganz anderen Router ist wird bei Amazon fündig.

AVM Fritz!Box: Sicherheitslücke im Fernzugang

Wie Golem.de berichtet wurde anscheinend eine Sicherheitslücke im Fernzugang für aktuelle Fritz!Boxen gefunden, die einen kompletten Zugriff durch dritte ermöglicht.

Für die Fritz!Box 7390 wurde bereits ein Update veröffentlicht, welches die Lücke schließt. Anscheinend war es möglich – sofern er aktiviert war – über den Fernzugang auf Port 443 Zugriff auf die Fritz!Box zu nehmen, dort zwei neue IP-Telefonie-Geräte anzulegen und damit teure Rufnummern im Ausland anzurufen. Wahrscheinlich ist der Hintergrund des Angriffs, dass die Angreifer an den hohen Gebühren partizipieren konnten.

Solange es noch kein Update für die eigene Fritz!Box gibt, rät AVM folgende Schritte durchzuführen um einen Fernzugriff auszuschließen:
HTTPS-Internetzugriff auf FRITZ!Box überprüfen und ggf. deaktivieren

  1. Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf "Internet" und wählen Sie das Menü "Freigaben".
  2. Wählen Sie die Registerkarte "FRITZ!Box Dienste".
  3. Überprüfen Sie, ob die Einstellung "Internetzugriff auf die FRITZ!Box über HTTPS" aktiviert ist.

Falls die Einstellung deaktiviert ist, brauchen Sie nichts weiter zu tun.

Falls die Einstellung aktiviert ist, deaktivieren Sie diese und klicken Sie danach auf "Übernehmen". Bitte beachten Sie in diesem Fall unbedingt auch den Abschnitt "Folgende Schritte bieten Sicherheit".

Laut Golem sind Kunden verschiedener Provider bereits Opfer dieser Attacke geworden – da die Fritz!Boxen recht verbreitet sind ist dies nicht weiter überraschend. Unabhängig davon, wie AVM jetzt mit diesem Problem umgeht und wie Kulant die einzelnen Provider sind zeigt dies doch, wie wichtig es ist, unnütze Funktionen zu deaktivieren und vielleicht auch auf eine wenig Komfort zu verzichten. Als Alternative zum Zugriff über das Internet auf die Fritz!Box über Port 443 bietet sich zum Beispiel die ebenfalls in der Box integrierten VPN-Funktion an – dann braucht man nur den Zugriff aus dem eigenen Netzwerk erlauben.

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