Routerzwang endet am 01. August 2016

Das bereits verabschiedete Gesetz gegen den Routerzwang wird Freitag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht – damit endet die Übergangszeit von sechs Monaten am 01. August 2016

Spätestens zu diesem Datum müssen alle Prodiver, also sowohl DSL- als auch Kabelanbieter, die zur Internet-Einwahl benötigten Daten bereitstellen. Für beide Netzvarianten wird ein passiver Netzabschlusspunkt vorgeschrieben, es darf also kein extra Gerät vom Netzbetreiber vorgeschrieben werden. Gerade die Kabelnetzbetreiber wie Vodafone (vormals Kabel Deutschland) hatten gegen diese Änderung protestiert, da es angeblich Probleme mit der Qualität des Netzes geben würde.

Am meisten wird AVM als Hersteller von der neuen Regelung profitieren. Die verschiedenen Router des Berliner Herstellers werden wahrscheinlichen einen deutlichen Absatzschub erfahren, wenn die Routerwahl dem Kunden überlassen wird. Bisher ist die Auswahl gerade an Kabelroutern noch sehr übersichtlich, bei Amazon z.B. gibt es derzeit für den Begriff „fritzbox cable“ (Affiliate-Link zur Amazon-Übersicht) noch keine Treffer – dies soll sich ändern, sobald das Gesetz wirklich in Kraft getreten ist, bis dahin wollen die Router-Hersteller natürlich ihr Risiko minimieren.

Für die meisten Kunden wird sich durch den Wegfall des Routerzwangs nichts ändern: wer bei der Telekom ist, hat die Zugangsdaten sowieso schon bekommen. Wer aktuell einen gemieteten Router verwendet, kann dies natürlich auch weiterhin tun.

4.9
08

6 thoughts on “Routerzwang endet am 01. August 2016

  1. Bisher gibt die Telekom keine Zugangsdaten für Hybrid raus, ich gehe mal davon aus dass dies durch das Gesetz auch getroffen wird und es dann endlich genauere Angaben (offizielle) zu dem verwendeten Tunnel gibt.

    1. Das ist eigentlich eine gute Frage – zumindest für den DSL-Teil des Anschlusses muss es ja gelten. Aber ich werde das mal recherchieren, vielleicht hat die Telekom da bereits schon genauere Informationen, so langsam müssen sich die Provider ja überlegen, wie sie das Problem lösen wollen.

  2. Für Neukunden nach dem 1.8. ist die Sache klar,
    aber was ändert sich für Bestandskunden?

    das ist besonders für Kabelanschlüsse interessant, weil dort bisher auch die VoIP-Daten nicht herausgegeben werden!

  3. Vodafon/Kabel Deutschland stellt sich bei Bestandskunden weiterhin absolut quer,da hilft also nur ne Kündigung,die Auswahl ist hier ja ziemlich groß,also kein Problem

  4. Sind Anbieter dann eigentlich auch gezwungen, einem die Tarife wahlweise auch komplett ohne Router anzubieten? Oft geben sie einem zwar die Zugangsdaten raus (benutze bei o2 z.B. auch schon lange eine Fritzbox 7490), aber man muss trotzdem Versandkosten oder Mietgebühren für einen Router bzw. Modem bezahlen, den man überhaupt nicht benötigt. 1&1 z.B. bietet bei Tarifen ohne Laufzeit nur kostenpflichtige Router an, was mit meiner Fritzbox natürlich kompett sinnlos ist.

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